Kopf-Schmerz-Frei durch Herbst und Winter
Kopfschmerzen kennt fast Jeder. Meist hervorgerufen durch Stress, Verspannungen oder Fieber. Unterschätzt wird bisher die Zahl wetterbedingter Kopfschmerzen.
Wetterwechsel trifft den Kopf
Wechselt das Wetter, reagieren viele Menschen mit Kopfschmerzen. „Der schnelle Wechsel von warm zu kalt, ist eine biologisch kritische Phase. Mehr als 20 Millionen Deutsche klagen dann über Kopfschmerzen“, berichtet Dr. Dietmar Krause, Schmerzexperte beim Deutschen Grünen Kreuz e. V. (DGK) in Marburg. Gerade im Herbst folgt einem Hoch mit angenehmen Temperaturen um 20 Grad oft ein Tief, auf dessen Rückseite Kaltluft einströmt. „Temperaturunterschiede von 10 Grad und mehr innerhalb kurzer Zeit sind dann keine Seltenheit“, so Krause.
Gefäße im Wetterstress
Für den Körper sind schnelle Wetterwechsel der pure Stress. „Unser Organismus muss sich auf den Temperatur-, Luftdruck- und Feuchtigkeitswechsel erst langsam einstellen“, berichtet der Schmerzexperte. Ursache für die Kopfschmerzen sind sehr wahrscheinlich Regulationsprobleme der vielen kleinen Hirngefäße. „Schaffen es die Blutgefäße nicht den Spannungszustand der Gefäßmuskulatur, den Tonus, anzupassen, kann das in Kopfschmerzen enden“, erklärt Dr. med. Jan-Peter Jansen, Ärztlicher Leiter des Ostdeutschen Kopfschmerzzentrums in Berlin. Gefährlich sind wetterbedingte Kopfschmerzen nicht. Meist helfen schon ein Spaziergang an der frischen Luft und, falls nötig, eine Schmerztablette. Allerdings sollte die Tabletteneinnahme nicht zu lange hinausgezögert werden. „Wenn man mit der Behandlung zu lange wartet, werden die Schmerzen nur schlimmer und sind dann schwerer weg zu bekommen. Wichtig ist, die Schmerzkaskade rechtzeitig und effektiv zu unterbrechen“, rät der Experte. Bei Kopfschmerzen am wirksamsten sind erwiesenermaßen Kombinationspräparate. Sie enthalten die Wirkstoffe Acetylsalicylsäure (ASS), Paracetamol und Koffein. ASS und Paracetamol wirken beide schmerzstillend, haben aber einen unterschiedlichen Wirkmechanismus und somit ein breiteres Wirkprofil. Koffein beschleunigt schließlich die Wirkung.
Zu starke Abschirmung
Die eigene Anpassungsfähigkeit an das Wetter lässt sich übrigens leicht verbessern. Gehen Sie so oft wie möglichst raus ins Freie – egal bei welchem Wetter. Optimal sind auch Ausdauersportarten wie Walken, Radfahren oder Langlaufen. Sauna und Wechselduschen trainieren die Gefäße, damit sie rasch auf unterschiedliche Temperaturreize reagieren. „Mit regelmäßigem Gefäßtraining hat es der Körper leichter wechselhaftem Wetter zu trotzen“, so der Berliner Kopfschmerzexperte.
Quelle: openPR
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